Drucken
StartseiteÜber unsPresseRFID-Forum 01/2005

Aktuelles:

04.11.2008

Internationaler Druckpreis für Diamond Systems GmbH

Am 27. Oktober 2008 wurden in Chicago die diesjährigen Xerox PIXI Awards verliehen. Unter den...

19.09.2008

Variable Datendrucklösungen mit XMPIE

Der Markt für hochwertige personifizierte Kommunikationen ist groß und schnell wachsend. Diamond Systems bietet...

21.02.2008

BigXtra erster Veranstalter mit revisionssicheren Reiseunterlagen

Die Kunden des FTI-Tochterunternehmens BigXtra erhalten seit kurzem ihre Reiseunterlagen alle Dokumente personalisiert in einem Format. Diamond Systems druckt als einziger Anbieter solche...

zum Archiv ->
Diamond Systems im Magazin RFID-Forum (www.rfidforum.de), Ausgabe 01/2005, S. 47:

Große Ereignisse stehen der RFID-Branche ins Haus: grünes Licht für den 2-Watt-Leser, Initialzündungen durch die Vorgaben von Wal-Mart und Metro und Geburt eines neuen EPC-Standards. 16 Branchenkenner bekennen Farbe: ihre Erwartungen, Befürchtungen und Hoffnungen für den Start ins neue Jahr.

 

Antworten von Wolf-Rüdiger Hansen (wrh), Diamond Systems GmbH, Trebur, auf die Fragen der Redaktion (1-6):

 

1. Thema Rückverfolgbarkeit: Bringt die 2005 in Kraft tretende EU-Verordnung 178/2002 den Durchbruch für RFID in der Lebensmittelindustrie und den an der Supply Chain beteiligten Branchen?

 

(wrh) Die EU-Verordnung wirkt sicher stimulierend auf den Markt. Aber bis Lebensmittel und die anderen Artikel im Retail-Bereich auf Item-Level in überwiegendem Umfang mit RFID-Tags versehen sein werden, werden noch Jahre dauern. Dafür müssen die Tags mindestens unter die Preismarke von 5 Cent rutschen und technische Probleme wie Dämpfung müssen gelöst werden.

 

2. Was muss sich auf Seiten der Softwaresysteme/Datenverarbeitung tun, um aus den per Transponder generierten Daten den größtmöglichen Nutzen zu ziehen? (CRM, Filter, etc.)

 

(wrh) Es müssen sich klare Software-Lösungen oder Web-Services etablieren, die eine starke Middleware-Schicht darstellen, die die event-orientierten Daten von RFID-Antennen empfangen und revisionssicher speichern kann. Diese Middleware muss weiterhin die betriebswirtschaftlich notwendigen Daten filtern und an die ERP-Systeme weiterleiten.

 

3. Stichwort Terrorismus: Wie schätzen Sie die Bedeutung von RFID in Sicherheitsanwendungen (Reisepässe, Zutritt etc.) ein?

 

(wrh) Für die Zutrittskontrolle sind Smart Cards mit RFID-Tags bereits etabliert - auch z. B. für Skipässe. Nächste Schritte sind Reisepässe, bei denen auf RFID Tags zusätzlich zu den üblichen Passdaten auch biometrische Daten zur Identifikation gespeichert werden, sowie die Gesundheitskarte. Dieser Weg ist vorgezeichnet und wird dem gesamten Markt einen Schub verleihen.

 

4. Über das Thema „Intellectual Property“ wird kontrovers diskutiert: Wenn Patente von Mitgliedern der EPC Global künftig nur noch unter bestimmten Umständen kostenfrei genutzt werden könnten, müssten höhere Kosten auf den Endkunden abgewälzt werden. Das schwächt die Position von RFID im Vergleich zum Barcode. Wie sollte Ihrer Meinung nach mit (Ihren) Linzenzrechten verfahren werden?

 

(wrh) Die Beschränkungen aus Patenten dürfen nicht dazu führen, dass Marktentwicklungen ausgebremst werden. Das nutzt auch den Patentinhabern nicht. Diese Einsicht wird hoffentlich die Oberhand gewinnen.

 

5. Welche anderen Technologien werden sich als sinnvolle Ergänzung zu RFID erweisen? (GPS, Bluetooth etc.) Denken Sie dabei an bestimmte Anwendungen?

 

(wrh) Besonders GPS wird komplementäre Bedeutung haben. So werden zukünftig für die Ladungskontrolle von Containern oder Lastwagen-Auflegern RFID-Antennen für deren globale Ortung aber GPS verwendet.

 

6. Abschließend noch eine persönliche Frage: Wie zufrieden sind Sie mit der derzeitigen Entwicklung im Marktsegment RFID? Tendieren Sie im Hinblick auf das nächste Jahr eher zu Optimismus oder Skepsis?

 

(wrh) Auch der Barcode brauchte über 20 Jahre, um zum Standard zu werden. Mit RFID wird es schneller gehen, weil RFID Tags Barcodes leicht substituieren können und durch ihre erweiterte Speicherfähigkeit und die Möglichkeit zur Aufnahme von Daten - z.B. elektronischen Lieferpapiere - zusätzliche Effizienzpotentiale erschlossen werden können.

 

(Weitere Interviewpartner in diesem Artikel: Heide Brühl / CCG Köln; Jan-Willem Reynaerts / Philips Semiconductors Gratkorn; Bodo Ischebeck / Infineon Technologies München u.a.)


<< Zurück