Firma aus der Schweiz kauft "Diamond Systems"
Jobs sollen bestehen bleiben/"Swiss-Soft" hat auch ehemaliges Mitsubishi-Hauptgebäude und Lager erworben
GEINSHEIM Ein schweizerischer Investor namens "Swiss-Soft" hat das bisher leer stehende Hauptgebäude und Lager der ehemals dort ansässigen Firma Mitsubishi in Geinsheim gekauft und auch die auf dem Areal dahinter ansässige Firma "Diamond Systems" erworben.
Das erklärte der neue Geschäftsführer der "Diamond Systems", Roland M. Müller, der "Main-Spitze" gestern auf Anfrage. Müller steht erst seit wenigen Tagen an der Spitze des Unternehmens. Bei "Diamond Systems" handelt es sich nach den Worten des Kölners um einen Anbieter integrierter Marketinglösungen, der in Geinsheim neben dem vormaligen "Rechenzentrum Trebur" Europas größte Digitaldruckerei sowie ein Fotostudio mit einer der größten Hohlkehlen in Deutschland zwecks Fotoaufnahmen von Fahrzeugen betreibt. Bisher gehörte "Diamond Systems" als Tochter der "Diamond Technology Center GmbH" in Trebur, die zu 100 Prozent Christian Dries gehört, zu dessen "Diamond Technology Group".
Über den Kaufpreis des Unternehmens und der Liegenschaften in Geinsheim, als auch über den Standort des Investors in der Schweiz wahrte Müller mit Hinweis auf schweizerische Gepflogenheiten Stillschweigen.
Zur Zukunft der "Diamond Systems" und ihrer rund 130 Mitarbeiter erklärte er: "Wir wollen das Unternehmen in allen Bereichen weiter entwickeln und werden die Arbeitsplätze hier schützen. Das ist die gute Botschaft." Und er deutete an, dass mit der Weiterentwicklung des Unternehmens sogar neue Arbeitsplätze in Geinsheim entstehen könnten.
Absicht der "Swiss-Soft" in Sachen Hauptgebäude und Lager der früheren Mitsubishi entlang der Hessenauer Straße sei es laut Müller, "die verwaisten Gebäude und die verwaiste Infrastruktur dort mit neuem Leben zu erfüllen". Dazu wolle "Swiss-Soft", ein Unternehmen, das im Bereich Real Estate (Immobilienentwicklung) tätig sei, neue Nutzer dort ansiedeln.
Telefonisch hat sich der neue Geschäftsführer der "Diamond Systems" inzwischen auch Treburs Gemeindevertretervorsteher Horst Staengle und im Rathaus vorgestellt. Bürgermeister Jürgen Arnold wird er in Kürze auch im persönlichen Gespräch über den neuen Stand der Dinge in Geinsheim unterrichten.
Die politischen Spitzen Treburs hoffen nun darauf, dass sich der von den neuen Eigentümern angestrebte wirtschaftliche Erfolg auch für die Großgemeinde und ihre Bürger auszahlen möge: "Wir freuen uns darüber, dass die Firma und die bisher leer stehenden Gebäude nun in andere Hände übergegangen sind. Und wir hoffen natürlich, dass das Unternehmen expandiert und damit vielleicht auch neue Arbeitsplätze in Trebur geschaffen werden", kommentierte der Gemeindevertretervorsteher Horst Staengle die Übernahmen in Geinsheim.


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